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Gemeinsam für die zahnärztliche Versorgung in Nordenham
Stadt, KZVN und örtliche Praxen im Austausch

[Mittwoch - 13.05.2026]

Umleitungsplan 600x450Auf Einladung von Bürgermeister Nils Siemen und dem städtischen Wirtschaftsförderer Jürgen B. Mayer fand in der vergangenen Woche in Nordenham ein gemeinsamer Austausch zur aktuellen und zukünftigen zahnärztlichen Versorgung statt. Gemeinsam mit Dr. Helfried Bieber, Vorstandsbeauftragter für Versorgungsförderung, und Magnus Herrmann, Referent für Versorgungsforschung und -förderung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KZVN), sowie sieben der insgesamt zwölf in Nordenham tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte wurde intensiv über Herausforderungen, Perspektiven und konkrete Lösungsansätze gesprochen.

„Eine gute medizinische Versorgung ist ein zentraler Bestandteil der Lebensqualität in unserer Stadt. Deshalb ist es wichtig, dass wir gemeinsam mit allen Beteiligten frühzeitig an tragfähigen Lösungen arbeiten“, betonte Bürgermeister Nils Siemen.

Im Mittelpunkt des mehr als dreistündigen Treffens stand die Frage, wie die wohnortnahe zahnärztliche Versorgung in Nordenham langfristig gesichert und weiter gestärkt werden kann.

Die KZVN stellte aktuelle Zahlen und Entwicklungen zur zahnärztlichen Versorgung in Niedersachsen und speziell in Nordenham vor. Dabei wurde deutlich: Niedersachsen verfügt im Vergleich zu anderen Flächenländern weiterhin über eine insgesamt gute Versorgungslage. Gleichzeitig machen sich jedoch auch im zahnärztlichen Bereich die Folgen des demografischen Wandels zunehmend bemerkbar. Viele Zahnärztinnen und Zahnärzte erreichen in den kommenden Jahren das Rentenalter, während zugleich weniger junge Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner den Schritt in die Selbstständigkeit wagen.

KZVN-Referent Magnus Herrmann betonte: „Wir sehen deutlich, dass wir frühzeitig aktiv werden müssen, um die Versorgung in der Fläche dauerhaft zu sichern.“

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzt die KZVN bereits verschiedene Maßnahmen zur Sicherstellung der Versorgung um. Dazu zählt unter anderem das Kommunalportal „Niederlassen, was sonst? – Niedersachsen, wo sonst!“, über das sich Kommunen mit besonderem zahnärztlichen Bedarf gezielt potenziellen Praxisnachfolgerinnen und Praxisnachfolgern vorstellen können.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die finanzielle Förderung der zahnärztlichen Famulatur – einer praktischen Studienphase im Zahnmedizinstudium, in der Studierende erste Erfahrungen in einer Zahnarztpraxis sammeln. Diese Förderung wird seit Juli 2024 gemeinsam mit der Zahnärztekammer Niedersachsen (ZKN) umgesetzt. Bereits mehr als 25 dieser Praktika im ländlichen Raum konnten auf diese Weise mit 200 Euro pro Woche unterstützt werden. Ab dem 1. Januar 2027 soll die Förderung durch die Einrichtung eines Strukturfonds der KZVN auf 250 Euro pro Woche erhöht und zugleich auf weitere Gemeinden ausgeweitet werden.

Darüber hinaus setzt sich die KZVN für die Einführung einer sogenannten Landzahnarztquote in Niedersachsen ein – analog zur bereits eingeführten Landarztquote. Ziel ist es, frühzeitig mehr junge Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner für eine Tätigkeit im ländlichen Raum zu gewinnen und damit die Versorgung langfristig zu sichern.

Gerade die Nachwuchsgewinnung spielt auch in Nordenham eine zentrale Rolle. Gemeinsam mit den anwesenden Zahnärztinnen und Zahnärzten wurde darüber gesprochen, wie junge Zahnmedizinerinnen und Zahnmediziner frühzeitig auf die Vorteile eines Lebens- und Arbeitsstandortes wie Nordenham aufmerksam gemacht werden können.

Zahnarzt Dr. Peter Hinrichs hob dabei die Attraktivität des Standortes hervor: „Hier in Nordenham hat man als Zahnarzt viel zu tun. Gleichzeitig lässt es sich in dieser Region wunderbar und verhältnismäßig preiswert wohnen – mit viel Natur und tollen Wassersportangeboten.“

„Genau diese guten Rahmenbedingungen wollen wir noch sichtbarer machen, um Nachwuchs für unsere Region zu gewinnen und die zahnärztliche Versorgung in Nordenham nachhaltig zu sichern“, ergänzte Bürgermeister Nils Siemen.

Der Bürgermeister begrüßt ausdrücklich die enge Zusammenarbeit mit der KZVN und den örtlichen Praxen. Ziel bleibt es, die medizinische Versorgung vor Ort nachhaltig zu sichern und Nordenham auch künftig als attraktiven Gesundheitsstandort weiterzuentwickeln. Der Austausch soll deshalb künftig fortgesetzt werden.

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