Nordenham baut digitales Rathaus weiter aus
[Mittwoch - 02.09.2026]
23 Verwaltungsleistungen bereits online – neue Internetauftritte für Stadt und NordenHAm Zukunftswerk geplant
Die Stadt Nordenham treibt die Digitalisierung ihrer Verwaltung weiter voran. Bereits heute können Bürgerinnen und Bürger 23 Verwaltungsleistungen online erledigen, nahezu monatlich kommen weitere Angebote hinzu. Mit dem Relaunch des städtischen Internetauftritts und einem eigenständigen Internetauftritt für die NordenHAm Zukunftswerk GmbH folgt nun der nächste Schritt.
Das Vergabeverfahren läuft bereits. Die Vergabe an eine Agentur soll noch im September erfolgen. Ziel ist dabei deutlich mehr als ein neues Erscheinungsbild: Informationen sollen leichter zugänglich, digitale Dienstleistungen besser gebündelt und die Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern moderner, barrierefreier und nutzerfreundlicher werden.
„Digitalisierung ist für uns kein Selbstzweck. Sie muss dafür sorgen, dass die Menschen ihre Anliegen einfacher, schneller und möglichst unabhängig von Öffnungszeiten erledigen können. Genau dafür bauen wir unsere Online-Angebote Schritt für Schritt aus. Der neue Internetauftritt wird diese Angebote künftig noch leichter zugänglich machen“, sagt Bürgermeister Nils Siemen.
Immer mehr Dienstleistungen online
Seit 2023 bündelt das Online-Serviceportal „Open R@thaus“ verschiedene digitale Angebote der Stadt. Dazu gehören unter anderem Melderegisterdienste, Kfz-Angelegenheiten und Urkundenanforderungen. Inzwischen stehen insgesamt 23 Verwaltungsleistungen digital zur Verfügung.
Zu finden sind die digitalen Angebote über das „Virtuelle Rathaus“ auf der Startseite der städtischen Homepage. Mit einem Klick auf das entsprechende Symbol gelangen Bürgerinnen und Bürger direkt zum Portal.
Eine besondere Rolle nimmt der digitale Bauantrag ein. Nordenham arbeitet hier als Pilotkommune für Niedersachsen mit dem in Mecklenburg-Vorpommern entwickelten Onlinedienst EfA-Online. Bauanträge und begleitende Verfahren können vollständig digital eingereicht und bearbeitet werden. Das erleichtert die Zusammenarbeit zwischen Antragstellenden, Verwaltung und beteiligten Fachstellen und ermöglicht effizientere Abläufe.
Auch weitere Angebote wie Fischereischeine, das digitale Fundbüro oder die digitale Hundemarke stehen bereits online zur Verfügung. Mit den Einsatzmöglichkeiten Künstlicher Intelligenz beschäftigt sich die Stadtverwaltung ebenfalls. Für die Amtsleitungen hat bereits eine Schulung zum rechtskonformen Einsatz von KI stattgefunden.
Digital und trotzdem persönlich erreichbar
Trotz des Ausbaus der Online-Angebote setzt die Stadt weiterhin auf den persönlichen Kontakt. Für viele Anliegen ist keine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Wer beispielsweise einen neuen Personalausweis beantragen möchte, kann das Meldeamt während der Öffnungszeiten direkt aufsuchen.
„Unser Anspruch ist, dass die Bürgerinnen und Bürger bei uns online und persönlich gut beraten sind. Wir bauen unsere digitalen Angebote kontinuierlich aus, wollen aber gleichzeitig ansprechbar und ohne unnötige Hürden erreichbar bleiben. Beides gehört für mich zu einer modernen und bürgernahen Verwaltung“, betont Siemen.
Mit dem neuen Internetauftritt sollen digitale und persönliche Serviceangebote künftig noch übersichtlicher miteinander verknüpft werden. Bürgerinnen und Bürger sollen schnell erkennen können, welche Leistungen online erledigt werden können und wann ein persönlicher Besuch sinnvoll oder erforderlich ist.
Eigener Internetauftritt für das Zukunftswerk
Parallel zur neuen städtischen Homepage erhält auch die NordenHAm Zukunftswerk GmbH erstmals einen eigenen Internetauftritt. Dort sollen Aufgaben, Projekte und Angebote insbesondere aus den Bereichen Wirtschaftsförderung, Stadtmarketing, Tourismus, Veranstaltungen und Kultur modern und zielgruppengerecht dargestellt werden.
Die Projektleitung liegt auf städtischer Seite bei Pressesprecherin Ivonne Solbrig und für die NordenHAm Zukunftswerk GmbH bei Geschäftsführer Steffen Nöring. Die technische Begleitung übernehmen Olaf Reimers und Jan Hülstede aus der Stabsstelle EDV. Die verschiedenen Digitalisierungsprojekte der Stadtverwaltung werden darüber hinaus von einer Arbeitsgruppe unter Leitung von Stabsstellenleiter Hergen Lax koordiniert.
Beim Aufbau der neuen Internetauftritte setzt die Stadt bewusst auch auf Eigenleistung. Die beauftragte Agentur soll das technische und gestalterische Grundgerüst schaffen, während die Verwaltung einen großen Teil der Inhalte selbst einpflegt und künftig eigenständig weiterentwickelt. Das stärkt die digitale Kompetenz innerhalb der Verwaltung und trägt zugleich dazu bei, die Projektkosten zu reduzieren.
Nach Abschluss des Vergabeverfahrens Ende September beginnt die konkrete Umsetzung der beiden neuen Internetauftritte.
